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Strukturierungsmethoden

Strukturierungsmethoden: Verständlichkeit komplexer Informationen fördern

In der Technischen Dokumentation bedeutet das Arbeiten mit Strukturierungsmethoden, dass Informationen und Inhalte nach sinnvollen Gesichtspunkten in Einheiten gegliedert werden. Diese Einheiten werden dann übersichtlich und verständlich dargestellt, sodass der Anwender die gesuchte Information leichter finden und besser aufnehmen kann.

Informationen und Inhalte anwenderorientiert zu strukturieren erleichtert zudem ihre Modularisierung und damit die Erstellung, Verwaltung, Wiederverwendung und Publikation der Inhalte mit einem Redaktionssystem.

Im Laufe der Zeit wurde eine Vielzahl von Methoden entwickelt, um Technische Dokumentation zu strukturieren. Hier sind einige Beispiele aufgeführt:

Neben der reinen Methodik unterscheiden sich die einzelnen Strukturierungsansätze häufig auch durch die verwendeten Bezeichnungen. Das kann verwirrend sein. Funktionsdesign und Information Mapping basieren z. B. beide auf Modularisierung. Die resultierenden „Informationshäppchen“ heißen jedoch beim Funktionsdesign „Funktionale Einheiten“, während sie beim Information Mapping als „Informationstypen“ bezeichnet werden.

Leider gibt es keine ultimative Strukturierungsmethode, die sich für alle Inhalte, Dokumente und Anwendungsbereiche perfekt eignet. Denn sie ist immer eine Vereinfachung der Realität und bezieht sich auf einen konkreten Zweck und Kontext. Jede Methodik hat Vor- und Nachteile und ist für bestimmte Bereiche besser geeignet als für andere. Es lohnt sich also, sich mit verschiedenen Methoden zu beschäftigen und dann die auszuwählen, die am besten zu den individuellen eigenen Anforderungen passt.