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Content-Delivery-Portal

Definition

Ein Content-Delivery-Portal (CDP) ist ein Internetportal, über das Inhalte bereitgestellt werden. Das sagt bereits der englische Name: „content“ = Inhalte, „delivery“ = Bereitstellung. Der Vorläufer des CDP war die klassische Online-Hilfe. Im Gegensatz zur Online-Hilfe sind die Inhalte im CDP jedoch kleinteiliger abgelegt. Zusätzlich sind sie intelligent verknüpft, um den Abruf zu erleichtern und dynamischer zu machen.

Content-Delivery-Portale in der Technischen Redaktion

Dies ist für Technische Dokumentation optimal, denn die Anwender sind im digitalen Zeitalter immer weniger bereit, sich eine komplette Anleitung durchzulesen. Sie sind es aus ihrem sonstigen Leben gewohnt, dass Inhalte sofort und passend zu ihren Erfordernissen bereitstehen. Diese Entwicklung muss die Technische Dokumentation berücksichtigen, um zukunftsfähig zu sein.

Entsprechend zielt der Einsatz eines CDP in der Technischen Redaktion darauf ab, dass jeder Anwender für genau sein Produkt oder seine Frage immer die passenden Informationen findet und bequem anzeigen kann. Dazu sollten die „Informationshäppchen“ im CDP möglichst klein sein. Denn kleine Inhaltsbausteine lassen sich flexibel und übersichtlich zusammenstellen, um den Informationsbedarf des Anwenders präzise abzudecken. Im Idealfall ist sogar jeder Baustein in sich abgeschlossen und beantwortet genau eine Frage. .

Ein weiterer Vorteil für Technische Redaktion ist, dass im CDP alle Anwender auf dieselben Daten zugreifen und haben immer den aktuellen Stand zur Verfügung haben. Bei einer Aktualisierung reicht es zudem, nur an dieser einen Stelle etwas zu verändern. Bei jedem nachfolgenden Abruf wird automatisch die aktualisierte Information ausgegeben.

Verknüpfung mit Metadaten

Grundsätzlich lassen sich Dateien jeder Art in ein Content-Delivery-Portal importieren. Also nicht nur Technische Dokumentation, sondern z. B. auch aktuelle Marketingunterlagen, Produktfotos, Zubehörlisten usw. Ein gut organisiertes CDP kann der zentrale Ablageort für alle nicht vertraulichen Informationen eines Unternehmens sein.

Die Suche innerhalb des CDP funktioniert allerdings nur, wenn das System die einzelnen Inhalte zuordnen kann. Daher müssen all diese Daten vor dem Import mit Metadaten versehen werden. Über diese Metadaten erfolgt dann bei einer Suche die dynamische Zusammenstellung von Informationen. Für Anreicherung mit Metadaten gibt es zwei Möglichkeiten: Sie muss entweder von Hand durchgeführt werden oder kann bei einigen Portalen auch beim Datenimport automatisch erfolgen.

Besonders einfach ist die Zuweisung von Metadaten, wenn bei der Inhaltserstellung ein Redaktionssystem zum Einsatz kommt, das ebenfalls mit Metadaten arbeitet. Diese Metadaten lassen sich dann einfach auf das CDP übertragen. Einige Redaktionssysteme verfügen sogar über eine eigene CDP-Erweiterung, um eine noch nahtlosere Portierung zu ermöglichen.

iiRDS für einen einfachen Import

Eine weitere Möglichkeit, den Import von Inhalten in ein Content-Delivery-Portal zu vereinfachen, ist der Standard iiRDS (International Standard for Intelligent Information Request and Delivery). IiRDS ist ein Standard, der speziell für Technische Dokumentation entwickelt wurde. Er definiert ein einheitliches Format für die Übertragung von Daten in der Technischen Redaktion. 

Wenn die definierten Standards befolgt werden und auch das CDP mit iiRDS kompatibel ist, lassen sich mit iiRDS Inhalte aus verschiedensten Quellen in das CDP importieren. Dies ermöglicht eine effiziente Datenverwaltung und zielgerichtete Suchen in einem umfassenden Datenbestand.